Wer war eigentlich Robert Koch?

Robert Koch wurde am 11. Dezember 1843 in Clausthal als Sohn einer Bauernfamilie geboren. Nach Abschluss der Schule mit Abitur studierte er Naturwissenschaften und wechselte später zur Medizin mit dem Forschungsschwerpunkt der Bakteriologie.

1872 ließ er sich als Landarzt in Wollstein, Posen nieder. Seine ersten freien Forschungen widmete er erfolgreich der Lebensweise des Milzbrandbazillus, der 1849 als erster Krankheitserreger von dem Wipperfürther Arzt Aloys Pollender entdeckt wurde. Schon während dieser Zeit berichtete der bis dahin noch völlig unbekannte Kreisphysikus über absolut neue Bekämpfungs- und Erforschungsmethoden von Infektionskrankheiten. Bahnbrechend waren seine Studien über die Züchtung von Bakterien auf künstlichen Nährböden, um sie dort nachzuweisen und zu vernichten. Aufgrund dieses Durchbruchs wurde Koch im Auftrag der Regierung 1880 nach Berlin berufen, wo er sich am Kaiserlichen Gesundheitsamt nur noch auf die Weiterentwicklung seiner Forschung konzentrieren sollte.

1882 entdeckte Koch die Tuberkulosebakterien und damit den bakteriellen Erreger der bis dahin tödlichen Schwindsucht. Am 24. März 1882 gab Koch die Entdeckung in der Berliner Physiologischen Gesellschaft bekannt. 1883 veröffentlichte Koch die Entdeckung des Cholera-Erregers mit der Erkenntnis, dass sich dieses Bakterium in der Hauptsache durch Wasser verbreitet. 1885 wurde Robert Koch der Professortitel verliehen.

1891 bis 1904 wurde er Leiter des Instituts für Infektionskrankheiten (Robert-Koch-Institut). In dieser Zeit reiste Koch zur Hilfe und zur Erforschung von Bakterien in zahlreiche Krisengebiete. So untersuchte er die Rinderpest und die Tsetse-Krankheit in Afrika sowie die Beulenpest in Indien oder die Malaria auf Java. 1905 wurde er für seine Erkenntnisse in der Bakterienforschung mit dem Nobel-Preis für Medizin bedacht.

Robert Koch verstarb am 27. Mai 1910 in Baden-Baden.